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Lexikon

Bienenwaage im BfN

Wie fleißig sind unsere Honigbienen?

Eine Honigbiene. (Foto: Ricks cc-by-sa)

Seit ein paar Wochen gibt es im Garten des Bundesamtes für Naturschutz in Bonn eine Bienenwaage. Sie misst, wie viel Nahrung die Honigbienen sammeln. Wissenschaftler sind über das Internet mit der Waage verbunden. So können sie ablesen, ob es den Bienen gut geht.


Der Leiter des Bieneninstituts Mayen und die Präsidentin des BfN präsentieren die Bienenstockwaage.
Der Leiter des Bieneninstituts Mayen und die Präsidentin des BfN präsentieren die Bienenstockwaage.

Warum wird das Bienenvolk gewogen?

Waben im Bienenstock. Der bunte Pollen, mit dem die Bienenlarven ernährt werden, ist gut zu erkennen. (Foto: Waugsberg cc-by-sa 2.1)
Bienenwaben.
Honigbiene sammelt Pollen an einem Buschwindröschen. (Foto: D. Axtmann/BfN)

Honigbienen sammeln am liebsten Pollen und Nektar in der Nähe ihres Bienenstocks, sie fliegen dafür aber auch bis zu sechs Kilometer weit. Je bunter die Landschaft rund um den Bienenstock ist, desto mehr Nahrung finden die Bienen. Und wo Honigbienen Nahrung sammeln können, tummeln sich auch Wildbienen. Die leben aber nicht in Stöcken, sondern sind meist Einzelgänger und bauen sich Nisthöhlen in der Erde, in Mauerritzen oder in morschem Holz.

Honigbienen und Wildbienen (dazu gehören auch z.B. auch Hummeln) sind für die Natur sehr wichtig, denn während sie ihre Nahrung sammeln, bestäuben sie die Pflanzen. So sorgen sie zum Beispiel dafür, dass Obstbäume viele und dicke, schöne Früchte tragen und Gemüsepflanzen Gemüse hervorbringen.

Die Bienenwaage kann feststellen, wie viel Pollen, Nektar und Wasser die Bienen an einem Tag gesammelt haben, denn entsprechend mehr wiegt der ganze Bienenstock. Wenn die Bienen an einem Tag gar nicht ausfliegen können -  vielleicht weil es regnet oder kalt ist - kann die Waage messen, ob die Tiere selbst von ihren Vorräten genascht haben - denn dann wird der Stock leichter.

Gibt es die Bienenwaage nur beim BfN?

Lebensraum Wildblumenwiese. (Foto: Zoltan Sasvari cc-by-sa)

Nein, in ganz Deutschland gibt es 150 Bienenwaagen. So wollen die Wissenschaftler herausfinden, wo es den Bienen in Deutschland gut geht und wo nicht - und warum das so ist. Ziel der Untersuchungen ist es, den Honigbienen möglichst gute Lebensbedingungen zu schaffen. Denn eine Landschaft, in der Honigbienen genügend Nahrung finden können, bietet auch Wildbienen ausreichend Nahrung.

Hier geht's zur Bienenwaage

Wenn du selbst mal gucken willst, wie viel die Bienen im BfN-Garten gesammelt haben, dann schau dir die Messdaten der Bienenwaage hier genauer an. Jeder grüne Balken steht für das Sammelergebnis oder den Verbrauch an einem Tag. Je höher der Balken ist, desto mehr haben die Bienen gesammelt. Das tun sie vor allem dann, wenn es draußen warm ist. Wenn der grüne Balken jedoch unter die Null-Linie ins Minus zeigt, haben die Bienen z.B. von ihren Vorräten gezehrt oder der Imker hat geerntet. Die grünen Zahlen ganz links zeigen das Gewicht der gesammelten Nahrung an.

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Wenn du mehr über Wildbienen wissen willst,

dann schau mal hier nach.

Mehr über Honigbienen

erfährst du hier.

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