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Lexikon

Steckbrief Sonnenblume


(Foto: © Peter Pretscher)
Erdhummel auf einer Sonnenblume

"Wer kennt denn keine Sonnenblume? Die kennt doch jeder!"

Und wo kommt die Sonnenblume denn eigentlich her?

Wieso heißt die Sonnenblume denn eigentlich Sonnenblume?

Ist eine Sonnenblume eigentlich auch eine Nutzpflanze?

Sieht die Sonnenblume eigentlich immer gleich aus?

Und, und, und ...


Name:
Sonnenblume, Helianthus annuus (wissenschaftlich). Sie ist eine Art aus der Gattung der Sonnenblumen (Helianthus) innerhalb der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae)
Größe:
Von kleinwüchsig ("Zwerg-Sonnenblumen") bis 4,80 m ("Gigant-Sonnenblumen")
Herkunft:
west. Nordamerika und Mexiko
Blütezeit:
von Juli bis Oktober
 
 

Geschichtliches zu der Sonnenblume

Bereits die Azteken verehrten die Sonnenblume. Als Zeichen dieser Verehrung wurden die Priesterinnen ihrer Sonnentempel mit Sonnenblumen gekrönt.

Spanische Seefahrer brachten die Sonnenblume mit nach Europa. Dort fand man bald heraus, dass die Sonnenblume nicht nur schön anzuschauen ist, sondern auch eine wirklich nützliche Pflanze ist. Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Sonnenblume in Russland und bald in ganz Osteuropa zur Ölgewinnung angebaut. Selbst heute noch sind die größten Anbaugebiete in Osteuropa, sowie in Frankreich und Nordamerika zu finden.


Warum dreht die Sonnenblume ihren Blütenstand zur Sonne?

Die Sonnenblume sieht nicht nur aus wie eine Sonne, sie gehört auch zu den Pflanzen die sich nach der Sonne ausrichten können. Dies geschieht durch einen ganz speziellen Stoff, der dafür sorgt, dass die Pflanze auf der beschatteten Seite schneller wächst. Durch dieses ungleichmäßige Wachsen wendet sich der Blütenstand der Sonne entgegen.

Diese Eigenart der Pflanze, sich immer dem Sonnenlicht zuzuwenden, nennt man Heliotropismus. An sonnigen Tagen verfolgt die Knospe die Sonne auf ihrer Reise entlang des Himmels von Ost nach West, während sie nachts oder in der Morgendämmerung auf ihre nach Osten gerichtete Position zurückkehrt. Die Bewegung wird von Motorzellen im "Pulvinus", einem flexiblen Segment des Stamms gerade unterhalb der Knospe, ausgeführt.


Größe und Vielfalt

Im Garten und auf dem Acker werden Sonnenblumen im Normalfall zwischen zwei und drei Metern groß. Es gibt aber mittlerweile auch viele Sorten, von zwergwüchsigen (20 bis 30 cm) bis hin zur American Giants, die bis zu 4,80 m groß werden, wobei diese meistens nur von besonders passionierten Gärtnern und Hobbyzüchtern mit viel Dünger und Stützgerüsten gezüchtet werden.

Wir alle kennen die goldgelb blühende Sonnenblume, aber es gibt sie auch noch in vielen weiteren Farbvarianten. Ihre Farbpracht reicht von leuchtendem gelb, über orange bis hin zu rot-gelb geflammten Blütenblättern.

(Foto: Peter888/pixelio.de)
Helianthus atrorubens
(Foto: Angelika S./pixelio.de)
Helianthus anuus Bicentena
(Foto: lillysmum/pixelio.de)
Helianthus annuus "Moulin Rouge"

Aufzucht von Sonnenblumen

Ab April kann man Sonnenblumenkerne in Pflanzentöpfen oder aber mit 50 cm Abstand direkt ins Blumenbeet aussäen. Außerdem haben sie auch einen hohen Nährstoffbedarf, vor allem Stickstoff wird reichlich benötigt. Sonnenblumen sollten daher regelmäßig gedüngt und gewässert werden. Sonnenblumen blühen, egal welche Sorte gesät worden ist, durchgehend von Juli bis Oktober.

Bei besonders schönen Exemplaren, die man vielleicht auch im nächsten Jahr noch einmal neu säen möchte, sollte man rechtzeitig ein Netz über die Blütenscheibe hängen, so dass die Sonnenblumenkerne vor den Vögeln geschützt sind.


Die Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne sind die Samen der Sonnenblume. Sie bestehen zur Hälfte aus hochwertigem Öl, außerdem sind rund 15 % Eiweiß enthalten. Neben Eiweiß enthalten Sonnenblumenkerne auch Lezithin und Vitamine. Das Sonnenblumenkernöl ist besonders gesund, da es zu zwei Drittel aus ungesättigten Fettsäuren besteht. Diese Fettsäuren benötigt der Körper dringend da er sie nicht selber herstellen kann.

Aus diesem Öl kann man entweder Speiseöl oder auch Margarine machen.

Ansonsten kann man Sonnenblumenkerne hervorragend knabbern und darf aufgrund der vielen gesunden Inhaltsstoffe ein wirklich gutes Gewissen dabei haben.

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Sonnenblume = Nutzpflanze

Die Sonnenblume ist nicht nur schön anzusehen, sie ist auch eine sehr wichtige Nutzpflanze. Stängel, Blüten und Blätter sind vielseitig verwendbar und können gut weiterverarbeitet werden. Und auch die Wissenschaft hat die Nützlichkeit der Pflanze bereits erkannt.

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