Krabbenspinnen
Krabbenspinnen - die Dribbler unter den Spinnen
Ein Text und Fotos von Thomas Burgard, "Das reisende XXL Bilderbuch"
Krabbenspinnen sind die „Dribbler“ unter den Spinnentieren.
Wie gute Fußballspieler können sie fast gleichgut vorwärts, rückwärts oder seitwärts laufen.
Das funktioniert deshalb, weil ihre Beine, ähnlich wie bei den Krabben, seitlich gestellt sind. Insgesamt acht Augen, vier auf der Stirn und vier auf dem Kopf, verschaffen dem blitzschnellen Jäger eine fast vollständige „Rundumsicht“.
Gute Augen sind für diese Spinne wichtig, weil sie ohne Netz jagt!
Nur ein „Rettungsseil“ spinnt sie, um bei der Jagd nach Insekten nicht abzustürzen. Auch um sich selbst vor angreifenden Fressfeinden, wie z.B. Vögeln, zu schützen, sind die acht Augen eine wertvolle Hilfe.
So jagen Krabbenspinnen
Von ihren acht Beinen sind die vorderen Beinpaare besonders lang und kräftig, um die Beute im entscheidenden Moment sicher festhalten zu können. Mit einem einzigen Biss lähmt sie das Beutetier und saugt es anschließend aus. Oft sind es Käfer oder Fliegen, aber auch andere Spinnen. Manchmal ist die Beute viel größer als die Krabbenspinne selbst!
Krabbenspinnen beobachten
Zwischen Mai und Oktober kannst Du viele verschiedene Arten dieser Familie an den unterschiedlichsten Plätzen finden.
Die veränderliche Krabbenspinne lebt auf Blüten. Andere, wie die grüne Krabbenspinne, leben im Gebüsch am Waldrand oder an Bäumen im Wald.
Auch auf Brennnesseln findest Du Krabbenspinnen, wenn Du an Plätzen suchst, die lange von der Sonne beschienen werden. Die meisten Krabbenspinnen lieben die Wärme der Sonne und warten im Sonnenlicht auf vorbeikommende Beute.
Im Sommer kannst Du dort auch, mit etwas Glück, die Weibchen beobachten, die auf ihrem Eikokon sitzen und ihn sorgfältig bewachen, bis die jungen Spinnen herausschlüpfen. Dabei musst Du besonders darauf achten, der Spinne nicht zu nahe zu kommen. Wegen ihrer Kinder wird sie nicht, wie normalerweise üblich, flüchten, sondern in Panik geraten.
Je nach der Art werden Krabbenspinnen zwischen 3 mm und 10 mm groß. Die Weibchen sind immer größer als die Männchen.
Weißt Du warum?









