Bundesamt für Naturschutz

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Krötenwanderung

Kröte im Scheinwerferlicht

Foto: mundm/pixelio

Krötenpaar huckepack im Teich

Foto: segovax/pixelio

Laich

Foto: kennz/pixelio

Kröten auf Wanderschaft

Sobald die Nächte im März etwas wärmer werden, erwachen die Amphibien aus ihrer Kältestarre. Amphibien sind Tiere, die im Wasser und an Land leben können   also Frösche, Kröten, Molche und Co. Für die Kröten beginnt nun eine gefährliche Zeit: Mitten in der Nacht machen sie sich auf den Weg zu ihrem Laichgewässer. Ein Laichgewässer ist ein Gewässer, in dem die Kröten ihre Eier ablegen. Die Eier von Kröten, Fröschen und Molchen nennt man „Laich“.


Wenn die Nächte der Krötenwanderung gekommen sind, dann machen sich Tausende von Tieren gleichzeitig auf den Weg. Die Kröten wissen ganz genau, wo sie hinwollen - auch wenn sie dafür manchmal mehrere Nächte laufen müssen. Sie legen ihre Eier nämlich immer genau dort ab, wo sie selbst geboren wurden und finden ihren Weg mit Hilfe von Mond und Sternen, Gerüchen und Geräuschen.

 

Gefahren lauern vor allem auf den Straßen, denn der Kröte ist es egal, ob gerade ein Auto kommt oder nicht. Weil sie aber von den Autofahrern im Dunklen nicht gesehen werden, werden viele Kröten überfahren.

Mit dem Eimertaxi in Sicherheit

Krötenkopf, der aus dem Wasser guckt

Foto: JenaFoto24.de/pixelio

Kröte versteckt im Laub

Foto: borntaler/pixelio

Krötenpaare huckepack im Teich

Foto: x-ray-andi/pixelio

Doch die Kröten werden nicht einfach ihrem Schicksal überlassen, denn glücklicherweise gibt es Menschen, die ihnen helfen. Achte jetzt einmal darauf, ob du am Straßenrand Warnschilder mit einer Kröte darauf siehst. Diese Schilder sollen die Autofahrer ermahnen, langsam zu fahren und auf wandernde Kröten zu achten. Außerdem kannst du an beiden Seiten der Straße manchmal kleine grüne Zäune aus Kunststoff erkennen. Die hindern die Kröten daran, einfach auf die Straße zu hüpfen.


Entlang der Zäune haben Naturschützer alle paar Meter einen Eimer eingebuddelt. Die Kröten wandern den Zaun entlang auf der Suche nach einem Durchschlupf und schwupps - sind sie in einen der Eimer geplumpst. Am nächsten Morgen muss man die Eimer dann nur noch ausbuddeln, über die Straße bringen und die Tiere wieder freilassen. Dann können die Kröten gefahrlos weiterwandern.

 

Noch praktischer sind Krötentunnel. Das sind Rohre aus Beton, die unter der Straße hindurchführen. Sie funktionieren genau so wie die Eimer: Die Kröten wandern den Zaun entlang bis sie den Tunnel gefunden haben. Hier können sie dann ganz ohne menschliche Hilfe ihren Weg fortsetzen.


Laich mit Schwänzchen

Foto: Patrick Faeh/pixelio

Krötenpaar huckepack frontal

Foto: JenaFoto24.de/pixelio

Kröte am Ausgang eines Krötentunnels

Foto: Harry Hautumm/pixelio

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Hilf den Kröten!

Warnschild "Kröte"

Foto: Petra Morales/pixelio

Wenn es in deinem Ort Krötenzäune gibt, dann schau doch mal nach, ob du einen Krötentunnel findest oder ob Eimer vergraben sind. Frag bei einem Naturschutzverein in deinem Ort nach, ob du beim Eimertransport helfen kannst. Das kann man sogar nebenbei auf dem Schulweg erledigen!