Überlebenskünstler und Tiefschläfer: Tiere im Winter
Strategie 1: Fressen, was da ist
Wenn der Winter so lang und schneereich ist wie in diesem Jahr, dann haben es manche Tiere nicht leicht: Unter verharschtem Schnee und bei gefrorenem Boden ist es schwierig, noch genug Fressbares zu finden. Doch Tiere sind Überlebenskünstler. Sie bekommen ein dichtes Winterfell, das sie vor der Kälte schützt und bewegen sich nur, wenn es unbedingt nötig ist. Dadurch kommen sie auch mit wenig Futter aus. Rehe zum Beispiel begnügen sich auch mit Baumrinde, wenn das Gras unter dem Schnee nicht mehr erreichbar ist.
Strategie 2: Schlafen bis zum Frühling
Es gibt aber auch Tiere, denen ist es relativ egal, wie hart der Winter ist. Sie verschlafen sowieso die kälteste Zeit. Igel, Fledermäuse und Hamster zum Beispiel fressen sich im Sommer ein dickes Fettpolster an. Im Herbst suchen sie sich dann ein gemütliches Plätzchen, wo sie sich zum Winterschlaf zusammenrollen. Sie senken ihre Körpertemperatur ab; Herzschlag und Atmung verlangsamen sich so stark, dass man die Tiere für tot halten könnte. Aber mit all diesen Tricks spart der Körper so viel Energie, dass die angefressenen Fettpolster bis zum Frühjahr reichen.
Die absoluten Langschläfer unter den heimischen Tieren sind die Alpenmurmeltiere. Sie schlafen bis zu sieben Monate lang. Ab und zu wachen sie auf, um gemeinsam aufs Klo zu gehen. Danach wird weitergeschlummert.
Strategie 3: Nicht bewegen!
Amphibien, Reptilien und Insekten suchen sich Verstecke tief im Boden oder unter Steinen und Baumwurzeln. Dort fallen sie in eine Kältestarre. Das heißt, dass sie vor Kälte ganz steif werden und sich nicht bewegen. Manchmal findest du im Keller oder auf dem Dachboden Schmetterlinge, die dort überwintern. Lass sie einfach dort hängen, aber öffne im Frühjahr das Fenster, damit sie ausfliegen können, wenn es warm genug ist.














