Zugvögel
Vagabunden der Lüfte
Zugvögel sind erstaunliche Langstreckensportler: Jedes Jahr im Herbst machen sie sich zu Tausenden auf den Weg in den Süden. Manche von ihnen fliegen dabei um den halben Erdball, andere ziehen nur bis zum Mittelmeer. Jetzt im Frühling kehren Kranich, Storch und Co. aus ihren weit entfernten Überwinterungsgebieten zu uns zurück. Einige Vagabunden der Lüfte stellen wir euch hier vor:
Der Weißstorch
Die Wege des Storches von Mitteleuropa ins südliche Afrika und zurück sind gut bekannt. Das liegt daran, dass Vogelforscher immer wieder einige der Vögel mit Sendern ausstatten. So sind sie immer dabei, wenn die Störche Ende August in den Süden starten. Auf diese Weise haben sie die genauen Flugrouten erfahren und konnten auch feststellen, warum manche Störche nicht zurück kehren.
Im Internet könnt ihr den Zug einiger Störche verfolgen. Fast täglich werden zum Beispiel die Wege der Störche von der Vogelschutzwarte
Storchenhof Loburg dokumentiert.
Mauersegler
Mauersegler sind kleine Vögel, die den Schwalben ähnlich sehen. Sie gehören zu den Ersten, die sich im Sommer auf den Weg in den Süden machen. Schon Anfang August haben sie mit dem Umzug nach Afrika begonnen. Drei Monate brauchen sie für den langen Weg und genau so lange für den Rückweg im Frühling. Damit sind die Mauersegler jedes Jahr insgesamt sechs Monate lang unterwegs!
Küstenseeschwalbe
Den unglaublichsten Weg legen die Küstenseeschwalben zurück: Sie fliegen jedes Jahr von ihren Brutgebieten an Nord- und Ostsee bis in die Antarktis. Das sind stolze 30.000 Kilometer! Dabei können sie am Tag zwischen 300 und 500 Kilometern zurücklegen, weil sie die Winde, die über den Ozeanen wehen, geschickt ausnutzen.
Graugänse
Zu den bekanntesten Zugvögeln gehören die Graugänse. Bestimmt kennt ihr Nils Holgersson, der mit der Gänseschar von Aka von Kebnekaise die Reise zu den Brutplätzen nach Lappland antritt. Hier bei uns in Deutschland sieht man sie manchmal zu Tausenden auf Wiesen und Äckern. Doch die Graugänse verändern ihre Gewohnheiten: Viele fliegen im Winter nicht mehr zu ihren Überwinterungsplätzen nach Spanien und Nordafrika, sondern bleiben hier. Das liegt zum Teil an den milderen Wintern, aber auch an der intensiveren Landwirtschaft. Selbst im Winter finden die Vögel auf den Feldern noch genügend Nahrung, so dass sie den weiten Weg in den Süden gar nicht erst antreten.








