Konstantin, der Feldhamster
Kennt ihr schon Konstantin? Er ist ein Feldhamster und das Maskottchen des Bundesamtes für Naturschutz (BfN).
Feldhamster sind kleine Nager mit einem sehr bunten Fell: Auf dem Rücken ist es gelblich-braun gefärbt, während es am Bauch pechschwarz ist. An den Seiten und am Hals ist der Feldhamster rotbraun. Auffällig sind die weißen Flecken an den Wangen, hinter den Ohren und auf den Pfoten.
So lebt Konstantin
Feldhamster sind nur in der Dämmerung und nachts unterwegs. Tagsüber leben sie versteckt in ihren weit verzweigten Bauten unter der Erde. Die liegen meistens unter landwirtschaftlichen Flächen, denn hier findet der Hamster Körner und Samen. Er frisst aber auch Regenwürmer und sogar Feldmäuse.
Hamstern ist Konstantins Spezialität: In seinen großen Backentaschen sammelt er seine Nahrung und bringt sie dann in die Vorratskammer seines Baus. Hamster sind Experten in der Vorratshaltung, denn im Winter gibt es für die Nager fast nichts zu fressen. Dann halten sie Winterschlaf, wachen aber alle paar Tage auf, um aus ihrem Vorrat zu naschen und aufs Klo zu gehen.
Zweimal im Jahr bekommen Hamster Nachwuchs. Hamstermamis können dann bis zu acht Babys großziehen. Das Erwachsenwerden geht bei Hamstern ratzfatz ‑ schon nach drei Wochen sind die Jungen selbstständig und verlassen den Bau.
Mutiger Geselle
Konstantin ist ein ziemlicher Draufgänger. Wenn er sich von Mensch oder Tier bedroht fühlt, dann richtet er sich auf, als wollte er Männchen machen. Dabei wetzt er schnatternd und ziemlich laut die Zähne. Dann springt er knurrend, fauchend und schrill kreischend seinen Gegner in hohen Sätzen an. Durch diesen Überraschungsangriff rettet er häufig sein Leben.
Die schönsten Bilder aus dem Hamsterbau haben wir für euch in der großen
Geschichte vom kleinen Hamster Konstantin noch einmal zusammengefasst.
Hier kannst Du die Geschichte kostenlos als PDF herunterladen.
Für Schlaufüchse
Vor 50 Jahren...
Früher gab es so viele Feldhamster, dass die Landwirte große Verluste bei der Ernte hatten. Feldhamster wurden deshalb damals als Schädlinge bekämpft und fast ausgerottet.
Die Rote Liste
Und weil sein Schutz lange Zeit vernachlässigt wurde, gibt es heute nicht mehr viele Feldhamster. Um Tiere und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind, zu schützen, gibt es eine sogenannte Rote Liste. Denn um sie muss man sich gezielt kümmern und ihre Lebensräume erhalten.
Was kannst du tun?
Vielleicht weiß der Landwirt gar nicht, dass unter seinem Acker ein Feldhamster lebt? Die großen, schweren Maschinen stellen aber eine große Gefahr für die Baue der Feldhamster dar. Melde deshalb jeden Bau, den du entdeckt hast! Dann können die Baue hamsterfreundlich umfahren werden. So bleibt das Getreide auch ein wenig länger stehen. Es bietet nicht nur Schutz und Deckung vor Feinden, sondern wird natürlich auch fleißig für den Wintervorrat gehamstert. Und dass man in der Landwirtschaft natürlich auf Chemikalien und Gifte verzichten sollte, ist ja klar!













