Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Krötenwanderung


Kröte im Scheinwerferlicht

Foto: mundm/pixelio

Krötenpaar huckepack im Teich

Foto: segovax/pixelio

Laich

Foto: kennz/pixelio

Krötekopf, der aus dem Wasser guckt

Foto: JenaFoto24.de/pixelio

Kröte versteckt im Laub

Foto: borntaler/pixelio

Krötenpaare huckepack im Teich

Foto: x-ray-andi/pixelio

Laich mit Schwänzchen

Foto: Patrick Faeh/pixelio

Krötenpaar huckepack frontal

Foto: JenaFoto24.de/pixelio

Kröte am Ausgang eines Krötentunnels

Foto: Harry Hautumm/pixelio

Kröten auf Wanderschaft

 

Sobald die Nächte im März etwas wärmer werden, erwachen die Amphibien aus ihrer Kältestarre. Amphibien sind Tiere, die im Wasser und an Land leben können ‑ also Frösche, Kröten, Molche und Co. Für die Kröten beginnt nun eine gefährliche Zeit: Mitten in der Nacht machen sie sich auf den Weg zu ihrem Laichgewässer.

 

Wenn die Nächte der Krötenwanderung gekommen sind, dann sind Tausende von Tieren gleichzeitig unterwegs. Die Kröten wissen ganz genau, wo sie hinwollen - auch wenn sie dafür manchmal mehrere Nächte laufen müssen. Sie legen ihre Eier nämlich meistens genau dort ab, wo sie selbst geboren wurden und finden ihren Weg mit Hilfe von Mond und Sternen, Gerüchen und Geräuschen. Dabei legen sie bis zu 1,5 Kilometer zurück - und das auf ihren kurzen Beinen.

 

Gefahren lauern vor allem auf den Straßen, denn der Kröte ist es egal, ob gerade ein Auto kommt oder nicht. Weil sie aber von den Autofahrern im Dunklen nicht gesehen werden, werden viele Kröten überfahren.

 

Knapper werdende Lebensräume

 

Erdkröten sind bei uns die häufigste Amphibienart. Das liegt vor allem daran, dass sie unterschiedlichste Lebensräume besiedeln können. Sie leben in Wiesen und Wäldern, in Parks und Gärten. Sogar in recht trockenen Gegenden können Kröten heimisch sein, wenn es irgendwo einen Tümpel zum Laichen gibt.

 

Aber hier beginnt auch das Problem: Wenn Gewässer trocken gelegt werden oder Lebensräume von neuen Straßen durchschnitten werden, können die Kröten nicht mehr laichen. Das kann zur Folge haben, dass ganze Populationen in einer Region aussterben. Eine Population ist die Gesamtzahl aller in einem bestimmten Gebiet lebenden Tiere einer Art.

 

Was kann man dagegen tun?

 

Die größte Gefahr für Kröten ist der Straßenverkehr. Man kann aber mit wenigen Maßnahmen schon viel erreichen: Wenn neue Straßen nahe einem Gewässer gebaut werden, dann sollten diese mit Krötentunneln versehen werden. Das sind Betonrohre, die unter der Straße hindurchführen. Zäune aus Blech leiten die Tiere in den Tunnel, wo sie dann ohne menschliche Hilfe ihren Weg fortsetzen können.

 

Wenn keine Krötentunnel vorhanden sind, gibt es noch andere Möglichkeiten, den Tieren zu helfen: Achtet auf flache Zäune aus grünem Kunststoff an den Straßenrändern. Diese werden von Naturschützern aufgestellt, um die Kröten daran zu hindern, die Straße zu überqueren. Entlang der Zäune ist alle paar Meter ein Eimer bis zum Rand vergraben. Die Kröten wandern den Zaun entlang auf der Suche nach einem Durchschlupf und schwupps - sind sie in einen der Eimer geplumpst. Am nächsten Morgen muss man die Eimer dann nur noch ausbuddeln, über die Straße bringen und die Tiere wieder freilassen. Dann können die Kröten gefahrlos weiterwandern.

zurück

Hilf den Kröten!

Warnschild "Kröte"

Foto: Petra Morales/pixelio

Wenn es in deinem Ort solch grüne Krötenzäune gibt, dann schau doch mal nach, ob dort auch Eimer vergraben sind. Frag bei einem Naturschutzverein in deinem Ort nach, ob du beim Eimertransport helfen kannst. Das kann man sogar nebenbei auf dem Schulweg erledigen!