WochenWettbewerb vom 28. Januar bis 08. Februar 2010
Willkommen Naturdetektive zum WochenWettbewerb der Naturdetektive!
In einem der letzten Wochenwettbewerbe haben wir uns schon einmal mit der „Zusammenarbeit“ verschiedener Tierarten befasst, oder anders ausgedrückt, der „Symbiose“. Und zwar am Beispiel der Beziehungen der Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) mit ihrem komplizierten Fortpflanzungszyklus und ihrem „Wirt“, der Bachforelle (Salmo trutta).
Wie arbeiten Bitterling und große Teichmuschel zusammen?
Aber wie verhält es sich denn nun bei der Interaktion unseres heimischen Fischchens namens Bitterling (Rhodeus amarus) und verschiedenen Muschelarten wie Bach- (Unio crassus) und Große Teichmuschel (Anodonta cygnea)?
Diese Tierarten bilden solche Symbiose-Pärchen, wo zumindest der eine Partner (der Fisch) nicht ohne den anderen (die Muschel) existieren kann. Aber hier ist es umgekehrt als beim Beispiel mit der Flussperlmuschel: Hier legt der Fisch seine Eier direkt in die Muscheln, damit sich die Brut dort im Inneren sicher und geschützt entwickeln kann.
Der Muschel schadet diese Interaktion nicht; wäre das der Fall, müsste man von „Parasitismus“ sprechen, wobei sich der eine Beteiligte auf Kosten des anderen bereichert (oder ihn sogar tötet).
Aber die Muscheln profitieren in diesem speziellen Fall auch von den Fischen, da sich die Muschellarven an diese anheften und so im Gewässersystem auch entgegen der Strömungsrichtung verbreitet werden.
So werden Lebensräume erreicht, die die Muscheln aus eigener Kraft nie erreichen würden.
Die Wochenfrage lautete:
Erfüllt die Interaktion des Bitterlingweibchens, indem es die Eier in die Muschel hineinlegt, nun die Kennzeichen von
A: einer echten Symbiose
B: einer Probiose
C: von einem Parasitismus?
Die richtige Lösung ist: A = echte Symbiose

Es gab zu gewinnen:
Tierspuren, K. Richarz, Ulmer Naturführer
Herzlichen Glückwunsch!




