Bundesamt für Naturschutz BfN

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Lexikon

Bundesamt für Naturschutz

Vor 20 Jahren gegründet: Das Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Das BfN-Gebäude in Bonn. (Foto: BfN)
Gebäude des BfN in Bonn

Die Naturdetektive sind die Kinderseiten des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Doch was ist das eigentlich - das BfN? Und welche Aufgaben hat es?

Schauen wir uns mal die Bestandteile des Namens an: "Bundesamt" bedeutet, dass es sich um eine Behörde handelt, die für ganz Deutschland zuständig ist. "Naturschutz" bedeutet, dass sie sich um die natürlichen Lebensgrundlagen unseres Landes kümmert, also um den Schutz der Tiere, Pflanzen und Landschaften. Das Bundesamt für Naturschutz hat seinen Sitz in Bonn in Nordrhein-Westfalen. Chefin des BfN ist Dr. Beate Jessel. Deren oberster Chef wiederum und damit auch oberster Chef des BfN ist der Bundesumweltminister.

Aufgaben des BfN: Forschen und Fördern

Das BfN unterstützt Naturschützer dabei, den seltenen Wildkatzen zu helfen. (Foto: Thomas Stephan / BUND)
Junge Wildkatze
Auch Projekte zum Erhalt seltener Pflanzen in Deutschland werden vom BfN gefördert. (Foto: Thomas Meyer cc-by-sa)
Bayerisches Löffelkraut

Das Bundesamt für Naturschutz vergibt Forschungsaufträge. Wenn es zum Beispiel wissen will, wie sich bestimmte Handlungen des Menschen auf die Natur auswirken, beauftragt das BfN ein Forscherteam damit, das herauszufinden. Die Ergebnisse der Forschung werden vom BfN gesammelt und veröffentlicht.

Oft werden neue Naturschutzideen vom BfN auch direkt ausprobiert. So können die Wissenschaftler des BfN herausfinden, ob die Vorschläge von Biologen oder Naturschutzverbänden in der Wirklichkeit überhaupt funktionieren - zum Beispiel, wenn es darum geht, ausgestorbene Tierarten in Deutschland wieder anzusiedeln.

Wie der Stör in Deutschland wieder angesiedelt werden soll, erfährst du hier.

Das BfN fördert Naturschutzmaßnahmen - wie zum Beispiel im Rahmen des "Bundesprogamms Biologische Vielfalt". Dieses Programm soll dazu beitragen, die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten in Deutschland zu erhalten. Naturschutzverbände, die sich in diesem Bereich besonders einsetzen, werden vom BfN beraten und finanziell unterstützt.

Lies hier mehr über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt.

Außerdem hilft das BfN den Bundesländern, wenn sie große Naturschutzgebiete oder Nationalparks einrichten wollen.

Aufgaben des BfN: Den Umweltminister beraten

Das BfN berät das Umweltministerium zum Beispiel beim Thema "erneuerbare Energie". (Foto: Marco Barnebeck / pixelio)
Windkraftanlagen zwischen Feldern.

Die Wissenschaftler des BfN beraten das Bundesumweltministerium (BMU) in allen Fragen des Naturschutzes, des Artenschutzes und des Lebensraumschutzes für Tier und Mensch. So informieren die Wissenschaftler zum Beispiel darüber, welche Auswirkungen bestimmte politische Entscheidungen auf die Natur haben können und machen Vorschläge, wie die Natur besser geschützt werden kann. Die Forschungsergebnisse des BfN fließen auf diese Weise direkt in die Gesetze der Bundesregierung.

Aufgaben des BfN: Zusammenarbeit mit anderen Ländern

Zugvögel sind auch geschützt, wenn sie Ländergrenzen überqueren. Dafür sorgen internationale Abkommen. (Foto: Steve Garvie cc-by-sa)
Kranich im Flug

Auch international ist das BfN aktiv. Es verhandelt im Auftrag der Bundesregierung mit anderen Ländern, um mit ihnen Vereinbarungen zum Naturschutz zu treffen. Danach muss das BfN dafür sorgen, dass diese Vereinbarungen hier bei uns auch eingehalten und angewendet werden. Dazu gehört zum Beispiel das Ramsar-Programm zum Schutz der Feuchtgebiete oder die Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten.

Wenn jemand besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten aus anderen Ländern nach Deutschland bringen will, muss er beim BfN eine Genehmigung dafür beantragen. So achtet das BfN darauf, dass die Vorgaben des Internationalen Artenschutzes eingehalten werden.  Das Abkommen, das viele Länder der Erde darüber abgeschlossen haben, heißt "Washingtoner Artenschutz-Abkommen", kurz "Cites".

Aufgaben des BfN: Daten zum Zustand der Natur sammeln

Der Fischotter wird in der Roten Liste als "gefährdet" geführt. (Foto: Donald Macauley cc-by-sa)
Wiesenweihe im Flug

Das Bundesamt für Naturschutz überwacht in regelmäßigen Abständen den Bestand der wesentlichsten Tier- und Pflanzenarten und gibt die sogenannte „Rote Liste“ für Tier- und Pflanzenarten heraus. Diese „Roten Listen“ sind für viele Entscheidungen in Deutschland eine wichtige Hilfe.

Lies hier mehr über die "Rote Liste".

Was ist keine Aufgabe des Bundesamtes für Naturschutz?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Beratung der Regierung
B technischer Umweltschutz
C chulung von Zöllnern bei der Einführung von Tieren

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Das BMUB und seine Bundesämter

Logo des BMUB

Eine Behörde wird „Bundesamt“ genannt, wenn sie zuständig ist für das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Bundesämter arbeiten direkt einem bestimmten Bundesministerium zu, wobei die einzelnen Ministerien etliche Bundesämter unter sich haben können. Das Bundesumweltministerium (BMUB) hat drei: Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Umweltbundesamt (UBA).

Die Gründung eines Bundesamtes wird per Gründungsgesetz vom Bundestag mehrheitlich genehmigt. Die Bundesämter arbeiten direkt und indirekt ihrem Chef zu - dem Bundesminister.  Über die Bundesämter bezieht die Bundesregierung einen Großteil an fachlichen Informationen, die sie zum Regieren und zum Erarbeiten von Gesetzentwürfen benötigt.

Die Bundesämter des Umweltministeriums haben eine Vielzahl von Aufgaben. So ist das Bundesamt für Strahlenschutz dafür zuständig, die Bundesregierung über die Strahlenbelastung durch Atomenergie oder durch natürliches Strahlenmaterial aus dem Boden zu beraten. Um den sogenannten "technischen Umweltschutz" künmmert sich das Umweltbundesamt. Dazu gehören Entwicklungen bei den erneuerbaren Energien, die Gift- und Müllvermeidung, die Reinhaltung der Gewässer, des Bodens und der Luft.