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Fall der Woche

Glühwürmchen


(Foto: Iredding01 / fotolia)
Glühwürmchen auf Grashalm

An warmen Tagen von Mai bis September kannst du auf Wiesen, in Gärten und an Waldrändern ein Glimmen wie von vielen kleinen Lämpchen beobachten. Verantwortlich dafür sind die Glühwürmchen. Ihre korrekte Bezeichnung lautet "Leuchtkäfer".

Kriegen Glühwürmchen beim Glühen einen heißen Po?

So sieht ein Glühwürmchen oder Leuchtkäfer aus der Nähe aus. (Foto: Wilhelm Gailberger / piclease)
Leuchtkäfer auf Grashalm

Nein, keine Sorge. Das Glühen lässt die Glühwürmchen völlig kalt. Das Licht, das sie erzeugen, entsteht nämlich durch bestimmte chemische Stoffe im Körper der Käfer, nicht durch Hitze. Diese Stoffe beginnen zu leuchten, wenn sie mit Sauerstoff in Verbindung kommen. So bringen es die Käfer auf ein Tausendstel der Leuchtkraft einer Kerze. Das ist zwar nicht viel, aber mehr braucht es nicht: Da die Käfer nur nachts unterwegs sind, genügt ein schwaches Glimmen, um gesehen zu werden.

Was sind eigentlich Glühwürmchen und warum leuchten sie?

Großer Leuchtkäfer. (Foto: Wofl cc-by-sa 3.0 @ wikipedia.de)
Großer Leuchtkäfer, leuchtend.
(Foto: Art Farmer cc-by-sa 2.0)
Glühwürmchen im Flug

Glühwürmchen ist eine andere Bezeichnung für "Leuchtkäfer". Leuchtkäfer sind mit 2000 Arten weltweit verbreitet. Bei uns kannst du den Großen und den Kleinen Leuchtkäfer sowie den Kurzflügel-Leuchtkäfer beobachten. Mit dem Glimmen gehen die Käferweibchen auf Partnerfang. Wie ein Pilot auf der Suche nach der Landebahn fliegen die Männchen umher und halten Ausschau nach den leuchtenden Weibchen. Entdeckt ein Männchen so ein Leuchtfeuer am Boden, landet es exakt neben einer paarungsbereiten Käferdame. Ganz schön praktisch, was?

Lockstoff für die Männchen

Bei den Kleinen Leuchtkäfern leuchten Männchen und Weibchen um die Wette; fliegen können aber auch nur die Männchen. Der Kurzflügel-Leuchtkäfer dagegen kann gar nicht fliegen und leuchtet auch nur schwach. Deshalb haben die Weibchen einen anderen Trick, um künftige Lebensgefährten anzulocken: Sie senden Duftstoffe aus, die von den Männchen mit ihren langen Fühlern wahrgenommen werden können. So finden sich die Partner auch im Dunkeln.

Welche Lebewesen leuchten sonst noch?

Lockt mit seiner leuchtenden "Angel" Beutetiere an: Der Tiefsee-Anglerfisch. (Foto: Etrusko25 cc-by-sa 3.0 @ wikipedia.de)
Anglerfisch im Dunkeln mit deutlich sichtbaren Leuchtorganen.
Leuchtender Pilz: Hallimasch. (Foto: Stu Phillips cc-by-sa 3.0 @ wikipedia.de)
Ein Büschel Hallimasch.

Die Fähigkeit von Tieren und Pflanzen, selbst Licht zu erzeugen, nennt man "Biolumineszenz". Das gibt es auch in anderen Lebensräumen. In der Tiefsee zum Beispiel, denn dorthin dringt kein Sonnenstrahl mehr. Viele Tiere haben deshalb eigene Lichtquellen. Bei manchen ist das Prinzip ähnlich wie bei den Leuchtkäfern: In Leuchtorganen im Körper laufen chemische Vorgänge ab, die zum Leuchten bestimmter Körperteile führen. Andere Tiere leuchten mit Hilfe von leuchtenden Bakterien, die sich in bestimmten Körperteilen aufhalten. Sie benutzen das Licht, um Beute anzulocken, Partner zu finden, sich miteinander zu verständigen oder Feinde abzuschrecken.

Auch manche Pilz-Arten können leuchten. Der bei uns häufig vorkommende "Hallimasch" zum Beispiel wächst in totem Holz und kann dieses zum Leuchten bringen.

Unser Fall der Woche vom 23. bis 30. Mai 2016

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Wie heiß wird der Leuchtkäfer beim Leuchten?
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