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Fall der Woche

Schlingnatter

Würgeschlange im Mini-Format

(Foto: Der Irbis cc-by-sa 3.0)
Schlingnatter-Portrait

Die Schlingnatter ist unsere einzige heimische Würgeschlange. Angst müssen vor ihr aber nur Mäuse und Eidechsen haben, denn die Schlingnatter ist kein großes Reptil. Mit ihren höchstens 75 Zentimetern ist sie die kleinste unserer heimischen Schlangen.


(Foto: Christian Fischer cc-by-sa 3.0)
Schlingnatter im Sand.

Schlingnattern sind grau oder braun mit einer schwarzen Zeichnung auf dem Rücken und können deshalb mit der giftigen Kreuzotter verwechselt werden. Leider wird ihnen das oft zum Verhängnis: Aus Angst und Unwissenheit werden Schlingnattern immer noch von manchen Menschen getötet - obwohl sie unter Naturschutz stehen.

Wo kann man Schlingnattern eigentlich beobachten?

Hier kannst du die Rückenzeichnung der Schlingnatter gut erkennen. (Foto: Piet Spaans cc-by-sa 3.0)
Schlingnatter im Wald.
(Foto: Frank Vassen cc-by 2.0)
Schlingnatter auf Steinboden

Schlingnattern zu beobachten, ist schwierig, denn sie sind scheu. Wenn sie spüren, dass sich jemand nähert, verschwinden sie blitzschnell im Gebüsch oder zwischen Steinen. Ihre geringe Körpergröße erleichtert ihnen das Verstecken.

Gute Chancen, eine Schlingnatter anzutreffen, hast du auf trockenen, sonnenerwärmten Böden - zum Beispiel am Fels, in alten Steinbrüchen, in der Heide oder  in nicht zu dichten Kiefernwäldern. Die Schlingnatter braucht sonnige Stellen, wo sie sich aufwärmen kann, aber auch Stellen zum Verstecken. Dazu eignen sich Gebüsch, Steine oder herumliegendes altes Holz.

Während der Wintermonate sucht sich die Schlingnatter ein frostfreies Plätzchen. Sie überwintert in Felsspalten, Erdlöchern oder verlassenen Mäusegängen. Zwischen November und März wirst du sie deshalb gar nicht finden.

Wodurch sind Schlingnattern gefährdet?

Wie alle Nattern hat die Schlingnatter runde Augen. (Foto: Der Irbis cc-by-sa 3.0 )
Schlingnatter im Portrait.
(Foto: Stefan Kostyra / piclease)
SChlingnatter auf Steinen
(Foto. Wilhelm Gailberger / piclease)
Schlingnatter auf Sand.

Straßen, intensive Landwirtschaft und der Verlust ihrer Lebensräume sind die größten Feinde der Schlingnatter. Obwohl die Schlingnatter ein großes Verbreitungsgebiet hat, ist sie überall in Deutschland selten. In der Roten Liste für Deutschland gilt sie deshalb als "gefährdet".

Der Drang der Menschen, ihre Umwelt "aufzuräumen" und maschinentauglich zu machen, wird der Schlingnatter und vielen anderen Reptilien zum Verhängnis. So werden kleine Hecken und Gebüsche zwischen den Feldern abgeholzt, damit die großen Landmaschinen die Äcker besser befahren können. Den Tieren fehlt der Unterschlupf. Auf Wiesen verschwinden die Steinhaufen, damit beim Mähen nichts im Weg ist - die Reptilien finden keinen Platz mehr für ihr Sonnenbad.  Sogar in vielen privaten Gärten ist es oft so aufgeräumt, dass kaum noch Platz für Wildtiere bleibt. Nur dort, wo das Aufräumen zu mühsam ist und den Menschen nicht genug  Nutzen bringt, kommen die Schlingnattern häufiger vor - wie zum Beispiel in manchen Regionen der Alpen. Auch in felsreichen Regionen der süddeutschen Mittelgebirge kann man die Schlingnatter noch öfter beobachten.

Unser Fall der Woche vom 22. bis 29. Mai 2017

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Katharina.

Die Wochenfrage lautete:

Welche Blütenfarbe mag der Apollofalter am liebsten?

Und die richtige Antwort war:

A - Lila und blau.

Herzlichen Glückwunsch!