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Fall der Woche

Waldkauz


Drei junge Waldkäuze. (Foto: Artur Mikolajewski cc-by-sa 3.0)
Drei junge Waldkäuze auf einem Ast.

Den Ruf des Waldkauzes kennt jedes Kind. Selbst wenn du ihn draußen noch nicht gehört hast, dann kennst du ihn bestimmt von Hörspielen oder aus dem Fernsehen - nämlich immer dann, wenn eine Szene in der Nacht spielt und ein wenig unheimlich wirken soll.

Unheimliche Nächte: Wenn der Waldkauz ruft

Hier kannst du einen Waldkauz rufen hören.
Hier klicken zum Anhören.
(Foto: Templermeister / pixelio)
Waldkauz.
(Foto: Ich und du / pixelio)
Müder Waldkauz.
(Foto. K.M. Hansche cc-by-sa 2.5)
Waldkauz

Waldkäuze sind Eulen und damit Vögel der Nacht. Sie leben im Wald, in Parks und sogar in Gärten. Ihre Spezialität: Sie fliegen völlig geräuschlos. So machen sie Jagd auf Mäuse und Maulwürfe, aber manchmal auch auf schlafende Singvögel. Die pflücken sie einfach von ihren Schlafplätzen im Baum.

Verräterisches Gewölle

Mit der Beute zwischen den Fängen fliegen die Käuze zu ihrem Ruheplatz, wo sie ihren Fang mit Haut und Haar verspeisen. Alles, was sie nicht verdauen können, würgen die Vögel später wieder aus - zum Beispiel Fell und Knochen. Das machen alle Eulen so. Die unverdaulichen Nahrungsreste nennt man "Gewölle". Für einen Vogelkundler sind sie sehr aufschlussreich, denn er kann genau erkennen, was die Eule gefressen hat.

Familienleben

Im Februar sind die Waldkäuze auf Brautschau. Haben sich zwei Waldkäuze erst einmal gefunden, dann bleiben sie sich ihr Leben lang treu. Kurz nach der erfolgreichen Balz sucht sich das Pärchen die passende Wohnhöhle. Dabei muss das Männchen suchen, während Madame entscheiden darf, ob ihr der Platz gefällt. Erst wenn die passende Baumhöhle gefunden ist, kann die Brut beginnen - meist ist es Anfang März soweit.

Sprung in die Tiefe: Junge Waldkäuze auf Nestflucht

Drei junge Waldkäuze. (Foto: Artur Mikolajewski cc-by-sa 3.0)
Drei junge Waldkäuze auf einem Ast.
(Foto: Bartbblom cc-by-2.0)
Kleiner Waldkauz-Ästling.

Nach vier Wochen kommen die kleinen Käuze auf die Welt - und werden bald übermütig: Obwohl sie noch gar nicht fliegen können, wagen sie sich gut vier Wochen nach dem Schlüpfen schon aus der Höhle.

Weil sich Bruthöhlen aber meistens hoch oben am Baumstamm befinden, platschen die Kleinen ziemlich unsanft auf den Boden. Dort rappeln sie sich aber schnell wieder auf und erkunden ihre Umgebung. An einer rauhen Baumrinde oder einem Busch klettern sie dann wieder nach oben und suchen sich einen Ast, wo sie sich weiterhin von Mama und Papa füttern lassen - und nebenbei das Fliegen lernen. Wenn sie das können, dann fliegen sie mit ihren Eltern das ganze Revier ab. So lernen sie, wo sie Beute finden, welche Tiere sie schlagen können - und von welchen sie lieber die Krallen lassen sollten.

Im August sind die kleinen Käuze alt genug, um die Eltern zu verlassen. Dann suchen sie sich ein eigenes Revier und gehen im nächsten Frühjahr schon zum ersten Mal auf Brautschau.

Unser Fall der Woche vom 27. Juni bis 4. Juli 2016

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(Foto: Junior-Ranger)
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(Foto: Alastair Raye cc-by-sa 2.5)
Schwarzspecht an Nisthöhle

Wer wohnt sonst noch in Baumhöhlen? Das erfährst du im Thema des Monats:

Zu den Baumhöhlen.

Siebenschläfer ziehen in Baumhöhlen ihre Jungen auf:

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Lerne hier die niedliche Haselmaus kennen:

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Das Eichhörnchen nutzt Baumhöhlen als Vorratskammer. Lies hier mehr über den putzigen Nager:

Zum Eichhörnchen

Es gibt sogar Enten, die in Baumhöhlen brüten. Schau selbst:

Zur Schellente

Der Gewinn in dieser Woche

50 heimische Bäume

Einen Kartensatz "50 heimische Bäume".

Viel Glück!

Gewinnerin des letzten Wochenfalles war:

Johanna.

Die Wochenfrage lautete:

Was sind "Teilzieher"?

Und die richtige Antwort war:

A - Zugvogelarten, bei denen nur noch einzelne Vögel in den Süden ziehen.

Herzlichen Glückwunsch!