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Fall der Woche

Carl von Linné


(Foto: gemeinfrei)
Maus, Nahaufnahme

Mus musculus, homo sapiens, bellis perennis: Das klingt ganz schön geheimnisvoll, oder? Dabei handelt es sich nur um lateinische Artnamen. Erfinder des Systems, nach dem noch heute alle neu entdeckten Tiere und Pflanzen ihren lateinischen Namen erhalten, ist der Wissenschaftler Carl von Linné, der vor 310 Jahren geboren wurde.

Die Ordnung des Carl von Linné

Carl von Linné. (Gemälde von Alexander Roslin; Fotobearbeitung von Greg L. cc-by-sa @ Wikipedia.de)
Carl von Linné, Portrait von 1775
Der lateinische Artname für das Gänseblümchen lautet "bellis perennis". (Foto: gemeinfrei)
Gänseblümchen auf Wiese
Linnaea borealis, das nordische Moosglöckchen, ist Namensgeber vieler schwedischer Mädchen namens Linnéa. (Foto: Henripekka Kallio cc-by-sa @ wikipedia.de)
Das Hauspferd (Equus ferrus caballus) ist eine Unterart des Wildpferdes (Equus ferrus). Beide gehören zur Gattung Pferd (Equus). (Foto: Laura Ilg)
Zwei Pferde im Paddock

Schon als Junge interessierte sich Carl von Linné für die Natur und studierte Pflanzen und Tiere. Später wurde er Professor und schrieb naturwissenschaftliche Bücher.

In seinem Hauptwerk, der "Systema Naturae", stellte er 1735 erstmals ein allgemein gültiges System auf, in das er alle ihm bekannten Pflanzen und Tiere einsortieren konnte. Er führte die Begriffe Klasse, Ordnung, Gattung, Art und Unterart ein. Dabei bezeichnet die "Klasse" die gröbste Unterteilung, die "Unterart" die feinste. Seine Ordnung benutzen wir noch heute.

Mus musculus

Ein Beispiel: Die Art Hausmaus (mus musculus) gehört zur Gattung der Mäuse. Diese gehören der Ordnung der Nagetiere an, die wiederum zur Klasse der Säugetiere gezählt werden. Der Mensch (homo sapiens) ist der einzige Vertreter seiner Gattung (Homo). Ein paralleles System gibt es bei den Pflanzen. So bezeichnet "Bellis perennis" nichts anderes als ein Gänseblümchen. Das System ist überall auf der Welt gültig und erleichtert die Bestimmung von Tier- und Pflanzenarten.

Warum Latein?

Warum wählte Carl von Linné die lateinische Sprache? Weil Latein zu seiner Zeit die Sprache der Wissenschaft war. Die meisten wissenschaftlichen Werke waren in lateinischer Sprache abgefasst. Inzwischen werden naturwissenschaftliche Texte meistens in englisch geschrieben. Englisch ist zur internationalen Sprache geworden, die jeder Wissenschaftler spricht und versteht. Wenn jedoch ein Tier oder eine Pflanze neu entdeckt wird und einen Namen bekommen soll, dann wählt man auch heute noch überall auf der Welt die Sprache Latein und die Ordnung des Carl von Linné.

Was bedeuten die lateinischen Bezeichnungen?

Eine Hausmaus (mus musculus). (Foto: H. Zell cc-by-sa 2.0)
Hausmaus auf einem Apfel
Die Feldmaus gehört nicht zu den Mäusen, sondern zu den Wühlmäusen und wird deshalb auch anders bezeichnet (microtus arvalis). (Foto: gemeinfrei)
Feldmaus auf Hand

Die lateinischen Bezeichnungen der Tiere und Pflanzen bestehen meist aus zwei Wörtern. Sie geben Aufschluss darüber, welcher Gattung ein Tier oder eine Pflanze angehört und um welche Art es sich handelt. Bleiben wir beim Beispiel Hausmaus: Alle Mäuse tragen den Gattungsnamen "Mus". Bei den Hausmäusen kommt der Artname "musculus" hinzu. Wenn man Unterarten bestimmen will, muss man einen dritten Namen hinzufügen - zum Beispiel "domesticus". Und schon weiß jeder Biologe, dass es sich bei dem beschriebenen Tier um eine "Westliche Hausmaus" handelt - und nicht um eine "Asiatische Hausmaus" (Mus musculus bactrianus) oder gar um eine Feldmaus (Microtus arvalis). Die gehört nämlich der Familie der "Wühlmäuse" an (Arvicolinae) und wird deshalb auch anders bezeichnet.

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(Foto: gemeinfrei)
Islandpferd mit Fohlen

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Wie lautet der lateinische Name der Feldmaus?
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