Bundesamt für Naturschutz BfN

Hauptbereichsmenü



Lexikon

Insekten


(Foto: gemeinfrei)
Schmetterling - Makroaufnahme

Rund drei Viertel aller Lebewesen auf der Erde sind Insekten. Sie sind mit Abstand die artenreichste Tiergruppe. Und sie können fast überall leben - im Hochgebirge, unter Wasser, in Wüsten und im ewigen Eis.

Die heimlichen Herrscher der Erde

Das Taubenschwänzchen ist ein Schmetterling, der vor allem in Süddeutschland vorkommt.(Foto: gemeinfrei)
Taubenschwänzchen an Blüte
Bis zu 20.000 verschiedene Ameisen-Arten soll es auf der Erde geben. Sie gehören zu den "staatenbildenden" Insekten.(Foto: gemeinfrei)
Rote Ameisen auf Holzstück
Libellen verbringen mehrere Jahre als räuberische Larve im Wasser und nur wenige Wochen als fliegendes Insekt. (Foto: gemeinfrei)
Libelle an Grashalm
Auch Honigbienen gehören zu den staatenbildenden Insekten - im Gegensatz zu den meisten anderen Bienenarten. (Foto: gemeinfrei)
Honigbienen

Wissenschaftler schätzen, dass es knapp eine Trillion Insekten auf der Welt gibt. Das wären 125 Millionen Insekten pro Mensch - ein unfassbar großes Gewimmel. Drei Viertel aller Lebewesen der Erde (Pflanzen mitgerechnet) sind Insekten. Mehr als eine Million Insektenarten sind bisher bekannt - geschätzt soll es insgesamt aber mehr als 6 Millionen verschiedene Insektenarten geben.

Fast überall zu Hause

Insekten gibt es seit 350 Millionen Jahren - viel Zeit, sich zu entwickeln und anzupassen. Das ist den Insekten so gut gelungen, dass sie heute fast überall auf und unter der Erde leben - nur nicht in den Ozeanen.

Körperbau der Insekten

Insekten gehören zu den Gliedertieren. So ist ihr Körperbau immer gleich: Jeder Insektenköper ist in drei Teile gegliedert, von dem jeweils ein Beinpaar ausgeht. Alle Insekten haben sechs Beine. Daran kannst du Insekten immer erkennen. Zählst du an einem kleinen Tier mehr als sechs Beine, handelt es sich nicht um ein Insekt. Außerdem haben alle Insekten Antennen und die meisten auch Flügel.

Wirbellose Tiere

Insekten sind wirbellose Tiere. Das bedeutet, dass sie kein Skelett haben, sondern eine feste Außenhaut, den Chitinpanzer. Er stützt den Körper und hält ihn zusammen. Insekten haben keinen Blutkreislauf wie wir. Anstatt durch Adern und Venen, fließt das Blut der Insekten einfach durch die Hohlräume des Körpers. Insektenblut muss auch nicht unbedingt rot sein - es gibt farbloses, gelbes und sogar grünes Insekten-Blut.

Wenn Insekten erwachsen werden

Marienkäfer. (Foto: Thomas Burgard)
Marienkäfer
Die Larve eines Marienkäfers - hättest du`s gewusst? (Foto: Thomas Burgard)
Die Larve eines Marienkäfers

Grüne Stinkwanze als erwachsenes Insekt. (Foto: Thomas Burgard)
Grüne Stinkwanze
Eine Larve der grünen Stinkwanze, hier noch im Herbstkleid. (Foto: Thomas Burgard)
Eine Larve der grünen Stinkwanze, hier noch im braunen Herbstkleid

Manche Insekten schlüpfen aus dem Ei und ähneln ihren Eltern sehr stark. Das ist zum Beispiel bei den Heuschrecken so, aber auch bei der Grünen Stinkwanze. Als Insektenkind ist sie braun gefärbt. Im Laufe ihres Heranwachsens muss sie sich immer wieder häuten, denn ihr Panzer kann ja nicht mitwachsen. Am Ende ist er grün und die Wanze ist ausgewachsen. Das nennt man eine "Halbumwandlung".

Was ist Metamorphose?

Andere Insekten - wie zum Beispiel die Schmetterlinge, der Marienkäfer oder die Ameisenjungfer - sehen als Larven vollkommen anders aus als ihre Eltern. Sie wachsen als Larve heran, verpuppen sich dann und entwickeln sich erst in der Puppe zum fertigen Insekt. Diese vollkommene Veränderung heißt "Metamorphose".

Haben Insekten eigentlich Feinde?

Leibspeise Insekten: Wie viele andere Vögel ist auch der Gartenrotschwanz ein Insektenfresser. (Foto: wikinature cc-by-sa 3.0)
Gartenrotschwanz am Nistkasten
Manche Mittel zur Vernichtung von schädlichen Insekten können auch Bienen und Schmetterlingen gefährlich werden. (Foto: Jean Kobben / fotolia)
Traktor verteilt Pestizide auf einem Feld

Insekten haben jede Menge Feinde. Vögel, Säugetiere, Reptilien und Amphibien haben Insekten auf ihrem Speiseplan - viele ernähren sich ausschließlich von Insekten.

Bedrohung Mensch

Aber Insekten sind auch durch den Menschen bedroht: In Deutschland ist die Zahl der Insekten in den letzten Jahren stark zurück gegangen. Das liegt vor allem an der intensiven Landwirtschaft. Wenn Äcker mit bestimmten Insektengiften behandelt werden, dann leiden darunter häufig nicht nur diejenigen Insekten, die der Landwirtschaft schaden, sondern auch viele Nützlinge - wie zum Beispiel Bienen, Fliegen und Schmetterlinge.

Natur besser schützen

Doch das soll sich ändern: Bestimmte Insektenvernichter dürfen zur Zeit in ganz Europa nicht mehr verwendet werden - so lange, bis geklärt wurde, dass sie für die meisten Insekten ungefährlich sind. Die zuständigen Minister der Europäischen Union wollen die Landwirtschaft verändern, um Pflanzen und Tiere besser zu schützen. Dazu werden sie in den nächsten Jahren viel verhandeln müssen. Ab dem Jahr 2020 sollen dann in der EU neue Regeln für die Landwirtschaft gelten.

zurück

Weiterlesen...

(Foto: gemeinfrei)
Makroaufnahme eines Insektenkopfes

Stimmt es, dass Grillen mit dem Knie hören? Hier erfährst du es:

Seltsames bei Insekten

Insekt des Jahres 2017:

Zur Gottesanbeterin

Warum sind Wildbienen so wichtig für die Natur?

Zu den Wildbienen

Alles über Schmetterlinge:

Zu den Schmetterlingen