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Lexikon

Savanne, Sand und Heide


(Foto: Björn Christian Thoerissen cc-by-sa 3.0)
Landschaft in der Serengeti in Ostafrika

Puh, ganz schön heiß hier. Ein kühles Bad wäre jetzt genau das Richtige. Wasser gibt es hier aber kaum - und genau das ist das Besondere. Savanne, Sand und Heide sind nämlich ganz schön spezielle Lebensräume.

Die größten Wanderungen der Erde

Gnus legen auf ihrer Wanderung jedes Jahr mehr als 3000 Kilometer zurück. (Foto: Daniel Rosengren cc-by 3.0)
Gnus in der Serengeti
Immer dem Wasser hinterher: Auch Zebras wandern zu Hunderttausenden durch die Steppe. (Foto: Haplochromis cc-by-sa 3.0)
Zebras an einer Wasserstelle
An den Wasserlöchern warten die Raubkatzen auf Beute. (Foto: gemeinfrei)
Löwin am Wasserloch

Auf dem dornigen Ast einer Akazie in Tansania sitzt ein kleiner Vogel. Gelassen beobachtet er die Gnus und Zebras auf ihrer jährlichen Wanderung zu den Wasserstellen. Seine Akazie steht in der Serengeti - einer der größten Savannenlandschaften Afrikas und in weiten Teilen Nationalpark.

Gnus und Zebras

Jedes Jahr durchqueren mehr als eine Million Gnus und mehrere Hunderttausend Zebras die Serengeti. Hier wächst vor allem Gras, vereinzelt auch robuste Bäume - zum Beispiel die Akazie und die knorrigen Affenbrotbäume. Regen fällt nur wenige Monate im Jahr. Dann füllen sich die Flüsse und Wasserlöcher. Doch der Überfluss ist nur von kurzer Dauer. Die Pflanzenfresser müssen dem Wasser hinterher - und legen auf ihren Wanderungen mehr als 3000 Kilometer zurück.

Lauernde Räuber

Überall, wo die Herden durchziehen, warten Raubkatzen, Hyänen und Krokodile auf sie. Für die Raubtiere ist der Durchzug der Herden wie ein Abstecher ins Schlaraffenland: Sie machen vor allem Jagd auf die zahlreichen Jungtiere.

Wanderer zwischen zwei Welten

Ein Neuntöter. (Foto: Artur Mikolajewski cc-by 3.0)
Neuntöter auf Ansitz
Neuntöter brüten in Europa. Hier siehst du zwei Jungvögel.(Foto: Rüdiger Kaminski / piclease)
Neuntöter-Jungen in einer Hecke
Heidelandschaft. Foto: Sixta Görtz)
Landschaft in der Westruper Heide bei Haltern am See

Den Vogel auf der Akazie beeindruckt das nicht. Er hat nämlich eine noch viel weitere Wanderung hinter sich als die großen Weidetiere. Der kleine Vogel kommt aus Deutschland. Dort hat er den Sommer verbracht und seine Jungen großgezogen. Jetzt wartet er in der Serengeti auf den europäischen Frühling. Bald wird er sich wieder auf auf den Rückweg machen. Sein Name ist "Neuntöter".

Sand und Heide

Eine heiße und trockene Savanne wie die Serengeti wird der Neuntöter in Deutschland nicht vorfinden - dafür regnet es bei uns zu viel. Aber etwas ähnliches gibt es hier sehr wohl: Heide- und Sandlandschaften bieten ihm ähnliche Lebensbedingungen. Offene Flächen, einige wenige Bäume als Ansitz und ein dorniges Gebüsch für sein Nest  - mehr braucht der Neuntöter nicht. An der Küste, in der Nähe von Flussufern oder dort, wo über Jahrhunderte Schafwirtschaft betrieben wurde, kannst du Sand- und Heidelandschaften antreffen, deren meist unscheinbare Bewohner ihr Leben genauso verteidigen müssen wie die Großen in Afrika.

Tummelplatz für seltene Arten

In seinem Trichter im Sand lauert der Ameisenlöwe auf andere Insekten. (Foto: Aiwok cc-by-sa 3.0)
Ameisenlöwe im Sand
So sieht der Ameisenlöwe aus, wenn er erwachsen ist. Dann heißt er Ameisenjungfer. (Foto: Dietmar Foelsche cc-by-sa 3.0)
Ameisenjungfer an Grashalm
Auf kargen und trockenen Böden sonnen sich Schlingnattern. (Foto: Wilhelm Gailberger / piclease)
Schlingnatter
Gut getarnt: Der Ziegenmelker macht nachts Jagd auf Nachtfalter und Käfer. (Foto: Durzan Cirano cc-by-sa 3.0)
Ziegenmelker auf Zweig

Ein trichterförmiges Loch im Sand. Mehr sieht man nicht von dem gefährlichen Räuber, der dort lauert. Eine Ameise ist in den Trichter geraten und versucht, wieder rauszuklettern. Doch der lose Sand unter ihren Füßen gibt immer wieder nach. Schließlich verliert sie den Halt und fällt. Darauf hat der Ameisenlöwe am Grund des Trichters nur gewartet: Blitzschnell packt er die Ameise mit seinen kräftigen Klauen. Hier gibt es kein Entkommen! Der Ameisenlöwe ist eines der Raubtiere, die sich an ein Leben im Sand angepasst haben.

Schlingnatter

Auch die Schlingnatter lebt in Sand- und Heidelandschaften. Schlingnattern sind kleine Schlangen, die sich auf den warmen Sandflächen gerne sonnen. Aber wehe, eine Eidechse huscht vorbei - dann ist die Schlingnatter plötzlich blitzschnell: Sie packt die Eidechse, umschlingt sie mir ihrem Körper und lässt sie so ersticken. Dann frisst sie sie - immer mit dem Kopf zuerst.

Ziegenmelker

Der Ziegenmelker ist ein komischer Vogel. Wenn er tagsüber auf einem Ast sitzt und schläft, kann man ihn fast nicht entdecken, denn sein Gefieder sieht aus wie Baumrinde. Erst wenn es dunkel wird, geht er auf die Jagd nach Nachtfaltern und Käfern. Dabei ist er ein rasanter Flieger: Er kann blitzschnell seine Richtung ändern und die fliegenden Insekten mit seinem spitzen Schnabel aus der Luft pflücken.

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(Grafik: BfN)
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(Foto: Camino Filmverleih)
Portrait einer Gepardin

Mehr über Geparden erfährst du hier:

Zu den Geparden.

Lies hier mehr über den Ameisenlöwen:

Zum Ameisenlöwen

Hier erfährst du mehr über die Schlingnatter:

Zur Schlingnatter.

Und hier gibt es alles über den Neuntöter:

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